Spiritualität ist nicht allgemeingültig zu definieren, weil sie situationsabhängig ist. Spiritualität kann sehr offen verstanden werden als "eine persönliche sinnstiftende Grundeinstellung, die transzendierende Selbstreflexion darstellt, welche religiöses Denken beinhalten kann, aber nicht muss" (Formulierung der Wiener Ärztekammer, zitiert von Prof. Dr. Ulrich Körtner an der Eröffnungsveranstaltung zum ersten Studiengang am 15. November 2015). Die Offenheit oder Unschärfe des Begriffs hat den Vorteil, dass Spiritual Care bei unterschiedlichen Formen der Sinnsuche und Sinngebung anschlussfähig ist.

Spiritual Care bietet einen offenen Raum für spirituelle Bedürfnisse. Diese Räume werden auch von der Seelsorge besiedelt, sie beteiligt sich am Diskurs, sie verschafft dem Leiden eine Sprache. Die angestrebte Ganzheitlichkeit im Umgang mit leidenden Personen respektiert die Komplexität menschlichen Lebens. Eine medizinische Behandlung kann einen Angriff auf die Intaktheit einer Person bedeuten. Sie kann Leiden steigern. Deshalb muss Spiritual Care in multiprofessionellen Teams geschehen. Zu diesen Teams gehören Ärzte und Ärztinnen, Pflegende, Psychologen, Sozialarbeiter, Seelsorgende.

Sterben und Tod werden gegenwärtig wie das Leben insgesamt als Gestaltungsaufgabe gesehen. Menschen wollen würdig und selbstbestimmt sterben. Es ist die Aufgabe von Spiritual Care das in Institutionen wie Spital oder Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen. Spiritual Care ist eine organisatorische und konzeptionelle Aufgabe. Sie sorgt für humane Regelwerke und stellt den Menschen ins Zentrum.

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MAS Spiritual Care
Universitätsspital Basel
Theresia Bürki (Sekretariat)

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