Traugott Roser:
Spiritual Care. Der Beitrag der Seelsorge zum Gesundheitswesen

2. aktualisierte und erweitere Auflage, Stuttgart 2017, 565 Seiten

Ein wissenschaftlich orientiertes Studienbuch zur Spiritualität im Gesundheitswesen. Die ausführlichen Literaturangaben und ein reichhaltiges Stichwortverzeichnis unterstützen das Eigenstudium bei ausgewählten Themen. Der Autor war gemeinsam mit Eckhard Frick Inhaber des ersten Lehrstuhls für Spiritual Care, hat langjährige Erfahrung als Krankenheim- und Altenseelsorger

König

Harold G. Koenig:
Spiritualität in den Gesundheitsberufen. Ein praxisorientierter Leitfaden

Stuttgart 2012.

Der Autor zählt zu den führenden Köpfen der Spiritual Care Forschung in den U.S.A.
Er behandelt den Zusammenhang von Gesundheit und Spiritualität, die spirituelle Anamnese, das Verhältnis zur professionellen Seelsorge, den Einfluss von negativen religiösen Überzeugungen und die Rolle der Spiritualität in Pflege, Sozialarbeit, Rehabilitation und Psychiatrie. Ein Vorschlag für einen Lehrgang Spiritual Care und die Beschreibung von Wesensmerkmalen diverser Religionsgemeinschaften runden den informativen Band ab.

Nauer

Doris Nauer:
Spiritual Care statt Seelsorge?

Stuttgart, 2015.

Die Theologieprofessorin gibt einen Überblick über die Entwicklung von Spiritual Care, beschreibt die zugrundeliegende Theorie und Praxis sowie die für Spiritual Care benötigten Kompetenzen. Im zweiten Hauptteil werden kritische Anfragen formuliert, das Verhältnis zur Seelsorge bestimmt und die Herausforderungen auf dem Gebiet von Spiritual Care diskutiert.
Ein Grundlagenbuch für das Studium Spiritual Care.

Ehm

Simone Ehm/Astrid Giebel/Ulrich Lilie/Rainer Prönneke (hg.):
Geistesgegenwärtig behandeln. Existenzielle Kommunikation, Spiritualität und Selbstsorge in der ärztlichen Praxis

Neukirchener Verlagsgesellschaft, Neukirchen-Vluyn 2016. 371 S., ISBN 978-3-7887-3003-1 (Print), ISBN 978-3-7887-3039-0 (E-Book-PDF)

Die Veröffentlichung gewährt einen überzeugenden Einblick in die Wirksamkeit von Spiritual Care. Ärzte und Ärztinnen sowie einige Theologinnen und leitende Mitarbeiter aus organisatorischen Bereichen der Medizin beschreiben, wie sie sich in ihrem Handeln von einem ganzheitlichen Gesundheitsbegriff leiten lassen. Im Fokus stehen die spirituelle Begleitung von Patienten und Patientinnen und die institutionellen Rahmenbedingungen für solches Handeln. Zum Beispiel erörtert E. Frick, Facharzt für Psychiatrie und Promotor von Spiritual Care, Ursachen für die spirituelle Zurückhaltung von Ärzten und Ärztinnen im Gegensatz zu den Pflegenden. Eine verbesserte Berücksichtigung von Leiden im Krankenhaus fordert die Medizinethikerin E.Bozzaro. Die Theologin C. Kohli Reichenbach beleuchtet die jeweiligen Konzepte von Krankheit und Gesundheit in der Theologie und im Gesundheitswesen, während der Mediziner und Philosoph G. Majo erklärt, dass eine Haltung des Begegnens im Beziehungsgeschehen von Therapien unumgänglich ist. Ch. Spaemann, Facharzt für Psychiatrie, wirbt für einen sensiblen Umgang mit Religion und Glaube in interprofessionellen Teams und der Arzt und Forscher A. Büssing stellt die Wirkung von Spiritualität bei chronisch Kranken vor. Mehrere Beispiele aus der Alltagspraxis regen zur Nachahmung an.